Lexikon


Sie haben Fragen? Hier finden Sie Erklärungen zu den warentypischen Eigenschaften unserer Produkte.

Abfärbungen

„Nicht farbechte“ Textilien, z. B. Blue Jeans oder T-Shirts mit kräftigen Farben, können auf hellen bzw. dunklen oder einfarbigen Bezugsmaterialien leicht abfärben. Hier liegt kein berechtigter Beanstandungsgrund am Möbel vor, da dies durch externe, nicht farbechte Materialien verursacht wurde.

Aufmaß, Aufstellen, Ausrichten

Zu den wichtigsten Aufgaben bei der Planung gehört das Ausmessen, um bei der Lieferung keine „böse Überraschung“ zu erleben.
Boden, Wände und Decken in den Wohnräumen sind selten ganz gerade. Deshalb muss bei der Montage der Möbel mit Unebenheiten gerechnet werden. Die Möbel müssen in der Waage ausgerichtet aufgestellt werden, da schon kleine Differenzen, wie etwa durch schiefe Böden oder Teppiche, zu Folgeschäden wie z. B. Knarren oder Quietschen am Gestell führen können. Die Füße müssen unbedingt auf trockenen Böden stehen. Möbelelemente aus Holz oder Massivholz (Achtung bei Fußbodenheizung!) und Möbel mit Bezugssmaterialien aus Stoff oder Leder dürfen nicht zu nahe an Heizkörpern oder feuchten Wänden stehen.
Ebenfalls sollten sie keiner ständigen und direkten Lichteinstrahlung ausgesetzt sein. Bei Nichtbeachtung kann es sehr schnell zu Folgeschäden wie z. B. Kippen, Klemmen, Quietschen, Reißen, Verkratzen, Verziehen, Ausbleichen, Austrocknen oder Stockflecken bis hin zu Materialbrüchen kommen. Bei Neubauten muss anfänglich unbedingt auf genügend Wandabstand und Luftzirkulation geachtet werden.

Ausstellungsware

Ausstellungsware wie Stühle, Bänke, Sitz- und Polstermöbel werden im Allgemeinen in einer Ausstellung bereits bestimmungsgemäß genutzt, ähnlich wie im privaten Gebrauch. Deshalb kann für gebrauchte Ware die Gewährleistung im Kaufvertrag auf 1 Jahr verkürzt werden.

Ausziehfunktion

Ziehen Sie das Funktionsteil niemals einseitig aus, sonst können Beschlag bzw. Gestell beschädigt werden.

Belastbarkeit

Funktionsteile und Armlehnen unterliegen einer begrenzten Belastbarkeit. Diese liegt bei ca. 25 kg. Deshalb sind derartige Funktionsteile nicht für die Belastung mit dem gesamten Körpergewicht geeignet. Vermeiden Sie übermäßige punktuelle Belastung, z. B. sollten Sie nicht mit den Füßen auf die Sitzfläche steigen oder sich nicht mit dem Knie punktuell abstützen. Ebenfalls dürfen Rückenpolster und Armlehnen nicht als Sitzgelegenheit genutzt werden. Stühle und Freischwinger haben eine maximale statische Belastbarkeit von 110 kg. Bitte beachten Sie, dass eine dynamische Belastung das o. g. Gewicht um ein Vielfaches übersteigt. Dieser Wert ist im Falle von dynamischen Belastungen deutlich geringer.
Die Belastbarkeit von Sofas ist generell sehr unterschiedlich. Die Konstruktion und das Material sind jedoch so gewählt, dass die Anforderungen der Güte- und Prüfbestimmungen der RAL-GZ 430 erfüllt werden. Bei zu erwartender Belastung, die über das normale Maß hinaus geht, sollten vorbeugend zusätzliche Verstärkungen – z. B. Stützfüße – angebracht werden.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Unsere Möbel eignen sich nicht für den Objekt- oder Außenbereich, sondern sollten nur für den allgemeinen Wohnbereich verwendet werden. Sollten durch Nichtbeachtung Schäden entstehen, kann keine Garantie oder Gewährleistung übernommen werden.

Beurteilungskriterien / Sichtprüfung am Möbel

Beurteilungskriterien nach der RAL-GZ 430/4, Ausgabe 2008 für industriell hergestellte Möbel. Sichtprüfung (Inaugenscheinnahme) erfolgt unter folgenden Bedingungen:

  • Beurteilung des harmonischen Gesamteindruckes, Abstand ca. 2 - 3 m
  • Beurteilung von Details: Abstand ca. 0,5 m
  • Beurteilungsgrundlage: Normalsichtige Augen, diffuses Tageslicht (ohne direkte Sonneneinstrahlung oder künstliche Lichteinstrahlung) (Quelle: RAL-GZ 430/4). Dabei müsste die Beanstandung für den unvoreingenommenen Betrachter (Laien) sofort „augenfällig“ sein.

 

Chemische Reaktionen

Weichmacher können grundsätzlich zu Veränderungen auf Möbeloberflächen führen. Auf Möbeloberflächen kann es durch den Kontakt mit unterschiedlichen  Materialien zu chemischen Reaktionen kommen. Oberflächen mit DD-Lack oder Acryl sind zwar recht widerstandsfähig und schützen kurzfristig auch vor Alkohol oder Wasserflecken. Werden jedoch längerfristig Tischdecken oder Unterleger aus bestimmten synthetischen Zusammensetzungen verwendet, kann es zu Reaktionen auf der Oberfläche kommen. Vielfach werden deshalb Tischdecken aus Baumwolle oder Molton empfohlen.

Durchbiegen

Ein Durchbiegen von Tischplatten oder Einlegeplatten ist je nach Material und Größe manchmal nicht vermeidbar. Solange aber Sicherheit und Funktion nicht beeinträchtigt werden, ist dies zulässig.

Echtholzfurnier

Furniere aus verschiedenen Stämmen passen strukturell und farblich nicht überein. Auch während der Nutzungsdauer werden Farbveränderungen auftreten. Modellbedingte Verarbeitungsmethoden, wie vertikaler oder horizontaler Furnierverlauf sind industrieller Standard. Furnier- und Massivholzkombinationen können je nach Holzart, Position und Lichteinfall helle oder dunkle Farb- und Strukturunterschiede aufweisen.

Elektrostatische Aufladung

Ursache für die unangenehmen elektrostatischen Aufladungen ist fast immer die zu trockene Luft, in den seltensten Fällen handelt es sich dabei um einen Materialfehler. Besonders in den Wintermonaten sind die Wohnräume meist überheizt, sodass durch die Reibung von synthetischen Oberflächen oder Textilien eine elektrostatische Aufladung entsteht. Hier schafft das feuchte Abwischen der Möbelteile oder das Befeuchten des Fußbodenbelages Abhilfe. Empfindlichen Personen helfen auch natürliche Pflanzen oder Luftbefeuchter. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise unter dem Punkt „Raumklima“.

Empfindlichkeiten

Helle und einfarbige Bezüge sind generell empfindlicher, trotz eventueller Fleckenschutzimprägnierungen.

Falten-/Wellenbildung

Die Sitzhärte ändert sich meist schon nach kurzem Gebrauch nach dem sogenannten „Einsitzen“. Je nach Einwirkung wird sie weicher. Das ist ein normaler Prozess jeder Polsterung. Um gleiche Sitzhärten zu erzielen, ist es wichtig, die Sitzpositionen von Zeit zu Zeit zu ändern. Sonst kann es zu einseitiger Mulden- und Faltenbildung („Lieblingsplatz“) kommen.
Die Wellenbildung entsteht durch den Einfluss von Körpergewicht und -wärme, wodurch sich die Bezugsmaterialien unterschiedlich ausdehnen. Dies ist lediglich eine optische Veränderung und hat auf die Gebrauchstauglichkeit, Funktion oder Lebensdauer keinen Einfluss und stellt somit auch keinen Sachmangel dar. Das Ausklopfen und regelmäßige Glattstreichen von Kissen und Bezügen gehört zu den üblichen Sorgfaltspflichten.

Farbabweichungen

Durch die industrielle Serienfertigung können sich am Möbelstück kleinere Farbunterschiede ergeben, welche sich aber innerhalb der Toleranzen der allgemeingültigen DIN-Norm bewegen. Insbesondere bei Leder, Natur- und Mikrofaser sowie Holzteilen, Glas, Metall oder Kunststoffen kann dies vorkommen. Bei Nachbestellungen empfiehlt es sich, eine Mustervorlage zur Abstimmung vorzulegen.

Farbmigration

Kombiniert man helle Stoff- oder Lederbezüge mit dunklen oder intensiven Farbtönen (vorwiegend dunkelrot, blau, schwarz), so kann es zu einer Farbmigration, also einer Abfärbung oder Farbwanderung kommen. Bei Veloursleder oder Mikrofaser kann es auch an leichten Schleifstaubrückständen liegen. Um dem entgegenzuwirken, sollte das Möbel gleich am Anfang vorsichtig abgesaugt oder feucht abgewischt werden.

Farbmuster

Bei Fertigung nach vorgegebenen Farbmustern können naturgemäß Farbton und Muster durch Unterschiede in Massivholzstruktur, Furnierbildern oder Nachbildungen bei jeder Lieferung nur annähernd erreicht werden. Lieferungen nach Farbmuster sind von Umtausch/Reklamation ausgeschlossen.

Farb- und Strukturunterschiede

Durch die unverwechselbaren Natur- und Wachstumsmerkmale wird aus jedem Echtholzmöbel ein Unikat mit einzigartigem Erscheinungsbild. Holz verändert sich bei Sonnen- und Lichteinstrahlung je nach Vorbehandlung. Eine absolute Farb- und Strukturgleichheit z. B. von Planungsmuster zum Endprodukt kann deshalb nicht garantiert werden und ist warentypisch. Hölzer und Furniere aus verschiedenen Stämmen passen strukturell und farblich nicht zusammen. Während der Nutzungsdauer können hier Farbabweichungen auftreten. Wenn sich ein Funktionstisch im täglichen Gebrauch in der Ausgangsposition befindet und die Tischverlängerung nur gelegentlich verwendet wird, ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen UV-Einwirkung farbliche Veränderungen zwischen Tischoberfläche und Verlängerungsplatte.

Funktionsteile

Unter Funktionsteilen versteht man technische Kompromissteile zwischen festen und beweglichen Materialien. Für eine lange Haltbarkeit und Funktion ist eine sorgfältige Handhabung wichtig. Durch einseitige Handhabung können Funktionsteile an Überbeanspruchung leiden. Deshalb sind diese immer mit beiden Händen zu bedienen. Verarbeitungstechnisch benötigen Funktionsteile meist einen materialbedingten Spielraum. So kann es zu geringen Maßtoleranzen kommen.

Funktionsmöbel-Gefahrenhinweis

Der Benutzer verpflichtet sich, darauf zu achten, dass sich keine dritten Personen, Körperteile, Tiere oder Gegenstände im Funktionsbereich (Gefahrenbereich) des Polstermöbels befinden. Ebenso verpflichtet er sich, die Betriebsanleitung, sofern vorhanden, vollständig gelesen und verstanden zu haben.

Füße und Fußbodenschutz

Um den Fußboden vor Kratzern zu schützen, sollten unter den modellbedingten Standard-Ausführungen evtl. noch gesonderte Unterlagen angebracht werden. Diese Schutzunterlagen erhalten Sie als Aufkleber oder aus Filz in jedem Baumarkt. Nach dem feuchten Reinigen des Bodens ist darauf zu achten, dass dieser wieder trocken ist, da bestimmte Materialien durch Nässe oder Feuchtigkeit abfärben bzw. beschädigt werden können.

Gebrauchslüster / Sitzspiegel

Dieser Effekt kann bei allen Velours oder veloursähnlichen Oberflächen entstehen. Je höher und kuscheliger der Flor ist, desto flacher legt er sich durch den Körperdruck und die Körperwärme. Je nach Lichteinfall sieht man hier einen gewissen Hell-Dunkel- Effekt. Dies ist eine warentypische Eigenschaft und kein Materialmangel, da es auf Gebrauch, Nutzung, Funktion und Lebensdauer keinen Einfluss hat.

Geruch

Neue Möbel können riechen. Je nach Materialzusammensetzung kann dies einige Wochen oder Monate andauern. Es empfiehlt sich, regelmäßig zu Lüften oder die Möbelstücke mit einem verdünnten Reinigungsmittel feucht abzuwischen. Produkte wie Leder oder Massivholz haben immer einen gewissen Eigengeruch.

Geölte Oberflächen

Es empfiehlt sich, neue Möbel von Anfang an mit den richtigen Produkten zu pflegen. Dies gewährleistet eine lange Lebensdauer der Oberfläche. Loser Schmutz sollte mit einem Staubtuch entfernt werden. Grundsätzlich sollten alle Verschmutzung und verschüttete Flüssigkeiten (z. B. Getränke) sofort entfernt werden. Hierzu kann dem Wasser eine geringe Menge Naturseife zugegeben werden. Anschließend trocken wischen. Lassen Sie keine Dauernässe einwirken und verwenden Sie keine scharfen oder scheuernden Pflegemittel. Stark abgenutzte Flächen können mit einem handelsüblichen Pflegeöl unter Beachtung der Herstellerangaben nachbehandelt werden.
Achtung: Je nach verwendetem Öl können die getränkten Tücher selbstentzündlich sein. Deshalb unbedingt nach Benutzung in Wasser tauchen und zur Trocknung im Freien ausbreiten.

Glas

Die Qualitätsanforderungen für Glas bzgl. Biegezugfestigkeit (Sprödigkeit, Bruchfestigkeit), Lichtdurchlässigkeit (Blasen, Einschlüsse, Trübungen), Oberflächengüte (Kratzer, Schlieren) und Glasfarbe (Grünstich) sind in DIN- und Euro-Norm-Vorschriften festgehalten. Grundsätzlich gilt, dass Glas fertigungstechnisch nicht ohne Blasen, Einschlüsse oder Trübungen hergestellt werden kann. Die niemals exakt reine und gleich bleibende Konsistenz der natürlichen Grundstoffe und der hoch komplexe Schmelzprozess geben hier Grenzen vor. Fehlstellen, die außerhalb der Toleranzen liegen, werden auf der Fertigungsstraße durch Foto- Laser-Sensoren erkannt und gekennzeichnet, damit sie beim Zuschnitt ausgesondert werden können. Innerhalb dieser Toleranzen liegen feine Haarkratzer, kleine geschlossene Bläschen, feine Eintrübungen oder Einschlüsse, soweit sie aus 1,5 m Entfernung bei normaler Beleuchtung nicht störend wirken. Die Reinigung und Pflege erfolgt mit handelsüblichem Glasreiniger und weichem Haushaltstuch.

Haustiere

Bitte beachten Sie, dass weder Stoff noch Leder den Krallen von Haustieren gewachsen sind.

Holzwerkstoffe

Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes. Die verarbeiteten Spanplatten, mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Güte und Qualität. Furnier, Folie oder lackierte Oberflächen sind äußerst stabil, weniger anfällig bei Temperaturschwankungen und vielfältig einsetzbar. Ihre Inhaltsstoffe sind auf gesundheitliche Unbedenklichkeit nach den strengen DIN und EN Normen geprüft und mit dem Gütezeichen versehen.

Kammersteppung

Füllkissen mit Kammersteppung sind hochwertige Abdeckungen für Möbel, die sich durch eine Mischung von losen Schaumstoffstäbchen und Polyesterfasern punktuell dem Körper anpassen. Um ein Verschieben der Füllung zu vermeiden, ist die Füllung in Kammern abgesteppt, welche sich an der Oberfläche abzeichnen. Daher ist es ratsam die Kissen regelmäßig aufzuklopfen, um die ursprüngliche Form wiederherzustellen. Dies trägt auch zum Erhalt der besonderen Eigenschaften wie Weichheit und Elastizität bei und garantiert eine längere Lebensdauer Ihres Möbels.

Kernholz

Der Baum hat meist einen hellen Kern, gelegentlich mit unregelmäßiger Farbkernbildung. Bestimmte chemische Prozesse in der Natur können hier am lebenden Baum Kernverfärbungen auslösen, die später dem Betrachter als faszinierende Wechselspiele zwischen hellen und tiefroten bis braunen Schattierungen erscheinen. Die Verarbeitung von Kernholz zu dekorativen Möbelstücken bedarf einer erhöhten Sorgfalt. Qualitativ ist das Kernholz mit herkömmlichen Holz gleichwertig, in der Optik aber, aufgrund der Farbunterschiede und Verwachsungen, individueller und exklusiver. Sie geben diesen Möbeln ein unverwechselbares und einmaliges Erscheinungsbild und sind bewusst gewollt.

Leder

Leder ist eine einzigartige Qualität – ein Stück gelebte Natur! Es atmet, ist strapazierfähig und hautsympathisch. Es erfüllt die Anforderungen für „Gesundes Wohnen” der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. (DGM) und besitzt eine hohe Altersbeständigkeit.

Durch eine entsprechende Ausrüstung ist das Leder pflegefreundlich. Normale, im hausüblichen Gebrauch auftretende Verschmutzungen sind bei sachgemäßer Reinigung leicht entfernbar. Jede Haut zeigt individuelle Naturmerkmale, unterschiedliche Strukturen und Farben. Verwachsene, kleine Narben, vereinzelte Zeckenbisse oder kleinere rauhe Stellen sind keinesfalls ein Makel, sondern ein Zeichen dafür, dass Ihr Leder ein Naturprodukt ist. Bedenken Sie, dass bei gelieferten Polstermöbeln Farbabweichungen zu den Musterkollektionen und den Ausstellungsstücken möglich sind. Wie bei jeder Haut ist es auch bei Rindsleder normal, dass innerhalb einer Fläche unterschiedlich starke Narbungen und Mastfalten auftreten. Auch dies ist kein Mangel, sondern ein Natur- und Wachstumsmerkmal und damit eine warentypische Eigenschaft.

Legere Polsterung

Als legere Polsterung bezeichnet man einen weichen, vorspannungslosen Polsteraufbau, bei dem eine modellbedingte gewünschte Faltenbildung der Bezüge warentypisch ist. Eine Wellen-, Mulden oder Faltenbildung ist je nach Nutzungsintensität nicht vermeidbar. Lose Sitz- und Rückenkissen müssen regelmäßig aufgeschüttelt und glatt gestrichen werden (sog. Kopfkissenoder Federbetteffekt). „Besonders legere Polsterung“ zeichnet sich durch eine super-softige Oberfläche aus und zeigt schon im Neuzustand eine ausgeprägte Wellenbildung.

Lichtechtheit

Unter Lichtechtheit versteht man die Resistenz eines Materials gegenüber der Sonnen- und Lichteinwirkung. Da es jedoch keine absolute Lichtechtheit gibt, sind z.B. naturbelassene Produkte grundsätzlich mehr vor Sonnen- und Lichteinstrahlung zu schützen. Damit verbundene Farbveränderungen haben keine Auswirkung auf Nutzung oder Lebensdauer. Besondere Vorsicht ist in hellen Südzimmern mit viel Glas geboten. Aus diesem Grund sollten hier Vorhänge oder Jalousien geschlossen werden.

Massivholz

Massivholz hat seine ganz individuellen Merkmale und Erscheinungsformen. Je nach Holzart und Verarbeitung wechselt seine Ausstrahlung durch Farbe, Zeichnung und Form. Die zarten Streifen der Jahresringe oder die lebhafte Fladerung gehören dazu wie feine Verwirbelungen, Einwüchse oder kleine feste Äste. Massivholz bleibt ein lebendiger Werkstoff. Es arbeitet, d. h. es passt sich dem jeweiligen lokalen Klima an. Es dehnt sich aus oder schrumpft je nach Luftfeuchtigkeit und Wärme. Die Übergänge zwischen den einzelnen Bauteilen können sich dadurch nachträglich abzeichnen. (Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise unter dem Punkt „Raumklima“) Auch farblich verändert es sich unter dem Einfluss des Sonnenlichtes. Hellere Hölzer neigen zum Nachdunkeln, dunklere Hölzer zum Ausbleichen. Die Reaktionen der Holzinhaltsstoffe mit dem UV-Licht können zwar durch moderne Lacksysteme verzögert, aber nicht gänzlich verhindert werden. Diese Eigenschaften aller Massivholzmöbel sind Zeichen von Echtheit und ganz typisch für den klassischen Werkstoff des Möbelbauhandwerks.

Metalloberflächen handgeschliffen / poliert / pulverbeschichtet

Viele Metalloberflächen unserer Produkte wie Armlehnen, Kufen oder Fußgestelle werden per Hand geschliffen und poliert bzw. sind pulverbeschichtet. Materialbedingt kommt es hier – je nach Lichteinfall, Tageslicht, Kunstlicht etc. und Standort bzw. Blickwinkel – zu kleinen optischen Oberflächenveränderungen, wie z. B. Schlieren, Wellen, feine Schleifspuren, kleine Punkte, hell/ dunkel Effekt, in der Metalloberläche. Dabei handelt es sich um fertigungstechnische und warentypische Eigenschaften und keine Verarbeitungsfehler. Sie haben auf Gebrauch, Nutzen und Lebensdauer keinen Einfluss.

Möbeloberflächen allgemein

Die gängigen Möbeloberflächen haben je nach Material, Farbe und Qualität unterschiedliche Stärken und Schwächen. Alle Oberflächen verändern sich im Laufe der Zeit durch Licht- und Sonneneinstrahlung. So bedeutet z. B. Massivholz nicht gleich eine hohe Strapazierfähigkeit oder Lebensdauer (siehe Lichtechtheit).

Nachbildungen (Folien, Dekore)

Da die Auswahl von Nachbildungen und Dekoren durch die ständige Neuentwicklung von Materialien sehr vielfältig ist, empfiehlt es sich die Produktinformationen zu beachten. Künstlich erstellte Nachbildungen sind pflegefreundlich. Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Tuch oder stark verdünnter Seifenlauge leicht entfernen.

Natursteinoberflächen

Vermeiden Sie: Stellen Sie keine kochend heißen Töpfe über 100 Grad Celsius auf die Natursteinflächen. Heißes Öl und Fett haben ein hohes Eindringvermögen und zerstören die Imprägnierung. Stark färbende Lebensmittel (Rotwein) sollten umgehend entfernt werden, besonders bei hellem Naturstein. Verwenden Sie keinen Alkohol- und Essigreiniger sowie Reiniger mit Schwefel oder Phosphorsäure und auch keinen Glasreiniger. Verzichten Sie auf trockene Tücher mit Sand, da diese Kratzer verursachen. Benutzen Sie keine Scheuermittel, Spülmittel oder Naturalreiniger, besonders nicht in unverdünnter Form. Ebenso sind Kalilaugen (Backofenreiniger) nicht zur Reinigung von Naturstein geeignet.
Reinigung: Für die Reinigung verwenden Sie bitte geeignete Produkte aus dem Fachhandel. Grobe Verschmutzungen können zunächst mit einem Ceranfeldhobel entfernt werden. Einmal im Jahr sollten Sie eine Grundreinigung mit nachfolgender Imprägnierung durchführen. Für die tägliche Reinigung sollten Sie einen speziellen Reiniger aus dem Fachhandel verwenden, um die Imprägnierung zu erhalten. Milde Haushaltsreiniger in hochverdünnter Form (Spülwasser) sind in der Regel auch kein Problem. Sollte doch ein Fleck entstanden sein, dann ist es wichtig den Auslöser der Fleckbildung zu kennen, um das geeignete Reinigungsmittel zu benutzen.
Pflege: Ihre polierte Tischplatte ist werkseitig vorimprägniert. Empfehlenswert ist es jedoch eine zweite Imprägnierung aufzutragen. Diesen Vorgang sollten Sie zweimal im Jahr wiederholen oder Sie verwenden ein Pflegemittel, welches den Erhalt der Imprägnierung unterstützt. Beachten Sie: Imprägnierungen vermindern die Schmutzaufnahme, schließen diese aber nicht 100-prozentig aus!

Neubauten

In neu gebauten Häusern/Wohnungen herrscht in der Regel beim Einzug extrem hohe Boden- und Wandfeuchtigkeit. Aus diesem Grund dürfen Möbelteile keinesfalls unmittelbar an Wände montiert oder gestellt werden. Hier sollte bis zur ordnungsgemäßen Austrocknung aller Wände und Böden gewartet werden, da es sonst schnell zu Feuchtigkeitsschäden, Schimmelpilzbildung oder Stockflecken kommen kann. Meist ist die Nordseite von Gebäuden besonders betroffen. Daher sollte auf eine ausreichende Luftzirkulation durch regelmäßiges Lüften geachtet werden (siehe Raumklima).

Pillingbildung

Vor allem bei Flach- oder Mischgeweben kann es anfänglich zu Pilling/Knötchenbildung kommen. Meist entsteht dies durch Reibung von Fremdtextilien wie z. B. die Kleidung des Nutzers. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes „Fremdpilling“. Dies ist warentypisch und kein Materialfehler. Spezielle Fusselrasierer, mit denen die Pills problemlos entfernt werden können, ohne den Bezugsstoff zu schädigen, schaffen hier Abhilfe. Pillingbildung sowie die Entfernung von Pill beeinträchtigt die Haltbarkeit des Stoffes nicht.

Produkteigenschaften

Unabhängig von Materialeinsatz, Konstruktion und Verarbeitung sind bei der qualitativen Beurteilung von Möbeln drei wichtige Produkteigenschaften zu unterscheiden, da diese Veränderungen aus normalem, natürlichen Gebrauch keinen Sachmangel darstellen.
Die warentypischen Eigenschaften beziehen sich auf Charakteristika einzelner verarbeiteter Materialien. Diese können z. B. Naturmerkmale bei Lederhäuten, Sitzspiegel oder Pilling bei Stoffen oder das Ausbleichen bei direkter Sonneneinstrahlung sein. Dazu zählen auch kleine Unregelmäßigkeiten, die aufgrund des Produktionsablaufes nicht ausgeschlossen werden können.
Die modellbedingten Eigenschaften bezeichnen das Gesamterscheinungsbild einer Polstergarnitur. Hierzu zählen z. B. eine legere Verarbeitung oder konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschiede.
Als Gebrauchseigenschaften werden alle durch Nutzung entstehenden Veränderungen eines Polstermöbels verstanden, die dem Möbelstück seine eigene Persönlichkeit geben. Bereits nach kurzem Nutzungszeitraum und je nach Nutzungsintensität können deutliche optische Veränderungen gegenüber dem Neuzustand erkennbar sein. Dies ist ein völlig normaler Prozess, den alle Polstermöbel durchlaufen und lässt keine Rückschlüsse auf Qualität und Verarbeitung zu.

Raumklima

Holz ist ein Naturprodukt, welches ständig den Feuchtigkeitsgehalt seiner Umgebung aufnimmt und wieder abgibt. Folglich sollten Möbel keiner zu hohen oder zu niedrigen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden, um einem erneuten Arbeiten und Verziehen des Holzes entgegenzuwirken. Leder und Stoffe können austrocknen oder spröde und rissig werden. Die empfohlene Luftfeuchtigkeit im Wohnraum sollte bei ca. 45 - 55 % liegen, die Raumtemperatur zwischen 18 - 23 °C. Um dies zu kontrollieren, empfiehlt es sich, im Raum ein Thermometer mit Hygrometer anzubringen. Bei ständig erhöhter Luftfeuchtigkeit drohen Schimmelpilz und Materialschäden.

Reibechtheit

Dunkle oder intensive Farbtöne geben meist im Anfangsstadium etwas Farbe ab. In der Regel weisen jedoch die meisten Bezugsmaterialien gute Reibechtsheitswerte auf. Leichte Abfärbungen liegen hier absolut im Toleranzbereich, können aber durch eine Reinigung mit destilliertem Wasser und Naturseife minimiert werden.

Sitzhärteunterschiede

konstruktionsbedingt: Angesichts industrieller Serienfertigung sind konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschiede, aufgrund geometrisch unterschiedlichen Formen, nicht zu vermeiden. Bei Schaumstoff kann es beispielsweise schon im Neuzustand, aus Gründen der Fertigung, zu Toleranzen kommen. Weitgehend einheitlich sind die Sitz- und Rückenhärten bei formgleichen Polsterteilen.
gebrauchsbedingt: Gebrauchsbedingte Sitzunterschiede entwickeln sich um Laufe der Zeit: Die Polsterung verändert sich meist schon nach kurzem Gebrauch abhängig von Körpergewicht und Nutzungsintensität. Dieses sogenannte „Einfedern“ oder „Einsitzen“ ist ein Prozess, den jede Polstergarnitur durchläuft. Anschließend verändert sich die Polsterung kaum noch. Die daraus resultierenden Sitzhärteunterschiede sind normal und kein Reklamationsgrund. Um eine möglichst gleichmäßige Sitzhärte zu begünstigen, empfiehlt es sich, nicht stets auf ein- und derselben Stelle zu sitzen, sondern von Zeit zu Zeit einen anderen „Sitzplatz“ einzunehmen.

Splintholz

Hierbei handelt es sich um die gewollte Verwendung von hellen bzw. dunkleren Anteilen in Massivholz, um der Fläche ein lebendiges Aussehen zu verleihen. Je nach Wuchsgebiet kann der Anteil differieren. Splintanteile berechtigen nicht zur Beanstandung.

Stoffe

Flachgewebe: Das Flachgewebe entsteht immer dann, wenn sich zwei Fadengruppen in einem rechten Winkel überkreuzen. Dieses Gewebe ist für Polstermöbel sehr gut geeignet, da es einen angenehmen Komfort bietet. So können sich durch den normalen Gebrauch auf der Oberfläche der Polstermöbel kleine Knötchen bilden. Diese werden in der Fachsprache als Pills bezeichnet. Die Pillingbildung entsteht durch die Verzwirbelung einzelner loser Fasern. Eine Fremdpillingbildung liegt immer dann vor, wenn sich die Fasern des Flachgewebes mit Fremdfasern, etwa von Kleidungsstücken vermischen. In diesem Fall kommt es ebenfalls zur Knötchenbildung, die sich mit einem Fusselrasierer jedoch leicht wieder entfernen lassen.
Flockstoff: Ein weiterer Bezugsstoff für Polstermöbel ist der Flockvelours. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen gewebten Stoff, wie bei den meisten anderen Stoffen für den Polstermöbelbezug. Vielmehr erfolgt die Herstellung mit Hilfe eines elektrostatischen Verfahrens. Dabei werden Fasern aus Polyamid auf einem starken Trägermaterial aufgebracht und an diesem befestigt. Der Flockvelours zeichnet sich vor allen Dingen durch die große Farbenvielfalt aus. Außerdem ist der Stoff äußerst strapazierfähig sowie pflegefreundlich.
Microfaser: Microfaser-Stoffe sind eine gute Alternative zum echten Nubukleder. Diese Stoffe haben einen besonderen Griff und ein natürliches Aussehen. Die einzigartige Optik wird durch eine Prägung erreicht, die auch bei der Verarbeitung von echtem Leder verwendet wird. Wie auch beim Nubukleder wird Microfaser im Gebrauch weicher und es entwickelt sich ein natürlicher Schreibeffekt, der dem Bezugsstoff seinen besonderen Charakter verleiht. Dieser Effekt stellt sich nach und nach ein, d.h. der Stoff entwickelt eine noch weichere Haptik. Je nach Benutzung kann sich die Optik des Stoffes im Laufe der Zeit verändern.
Kunstleder: Bei Kunstleder handelt es sich um einen Verbund von textilem Gewebe oder Vliesstoff mit einer Beschichtung aus Kunststoff. Die Oberflächen sind genarbt, sodass sie einer Lederstruktur entsprechen.
Velours-Stoff: Bei Velours handelt es sich um einen Oberbegriff, der alle mit Garn eingewebten Stoffe umfasst. Die Garne können dabei aus natürlichen Fasern, genauso aber aus synthetisch hergestellten Fasern bestehen. Durch das Einweben der Garne in den Velours-Stoff erhöht sich dessen Belastbarkeit. Dieser eignet sich insbesondere für sehr stark beanspruchte Polstermöbel wie Sofas und Sessel. Während des Gebrauchs kommt es beim Velours häufig zu den sogenannten Sitzspiegeln. Diese entstehen als Reaktion auf den Körperdruck, die Körperwärme und -feuchtigkeit. Dabei kommt es zu Schattierungen, die jedoch völlig normal sind. Die Verarbeitung des Velour-Flors erfolgt in eine Richtung. Verursacht durch das Sitzen auf dem velourbezogenen Polstermöbel werden diese verändert. Eine Eigenschaft des Velours-Stoffs ist das changieren. Es beudetet, dass sich die Farbe je nach Lichteinfall verändert. Diese scheinbaren Unterschiede werden einfach durch das Licht verursacht, welches je nach Einfall und Standort der Polstermöbel unterschiedlich reflektiert wird. Changieren ist eine warentypische Eigenschaft des Bezugs und kein Mangel. Echte Farbunterschiede sind deutlich erkennbar und nicht abhängig vom Lichteinfall.

Toleranzen

Gewisse Toleranzen sind durch die industrielle Serienproduktion der Möbel fertigungstechnisch nicht zu vermeiden. Soweit die Abweichungen in Farbe, Maß und Struktur innerhalb der nationalen- und internationalen Norm liegen, kann kein Sachmangel beanstandet werden. Hierbei handelt es sich um warentypische Eigenschaften. Zulässige Maßtoleranzen: Bei Nennmaßen ≤ 150 cm sind Abweichungen bis 2 cm innerhalb der Toleranz und bei Nennmaßen > 150 cm ± 2,5 cm.

Umstellen der Möbel

Das Möbelstück – z. B. für einen Positionswechsel im Raum oder zum Putzen – nie ziehen oder schieben, sondern immer hochheben und tragen. Andernfalls kann dies zu Beschädigungen am Möbelstück oder des Bodenbelages führen.

Unterhaltspflege

Die Unterhaltspflege ist gleichzusetzen mit der täglichen Körperpflege des Menschen. Das bedeutet, dass hierbei Verschmutzungen, die im täglichen Gebrauch entstehen, beseitigt werden. Dies erfolgt durch Absaugen mit einer Polsterdüse (niedrigste Saugstufe) und anschließendem Abbürsten mit einer weichen Bürste in Strichrichtung. Bei leger verarbeiteten Polstergruppen zählt auch ein Glattstreichen des Bezuges dazu, um eine übermäßige Wellenbildung zu verhindern.